Tiere sind für die Entwicklung von Kindern wichtig

Kinder & Tiere: So viele Viechereien

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Meine Tochter, die Tiere, der Privatzoo

Seit ich mich zurückerinnern kann, ist meine Tochter vernarrt in Tiere. Tiere jeglicher Art. Natürlich kennt sie alle Hunde in unserer Gegend. Aber sie weiß auch genau, wo Katzen wohnen, welche Schulfreunde welche Haustiere haben usw. Diese Tierliebe hat dem sprachlichen Talent meiner Tochter sicher nicht geschadet – denn auch ich kenne alle Haustiere der Umgebung. Inklusive deren Lebensgeschichten, Ess- und Schlafgewohnheiten. Denn meine Tochter sorgt regelmäßig dafür, mir dies alles zu berichten. Quasi tägliches Reporting.

Der größte Wunsch der jungen Dame: Tierärztin werden. Den ganzen Tag Haustiere hegen und pflegen, sie aufpäppeln, sie heilen, wenn sie krank sind und natürlich will die junge Dame selbst ganz viele Haustiere haben. Wie zum Beispiel:

  • Hunde
  • Katzen
  • Schafe
  • Elefanten

und natürlich auch Giraffen und Kängurus.

Wer hat die Schnecken losgelassen?

Vor einigen Jahren beherbergte sie in einer ausrangierten Obstschale eine ganze Horde nackter Schnecken. Mit gelöcherter Frischhaltefolie überspannt sollte das kein Problem. Dachte ich. Als Mutter muss man sich eben auch an solche Tiere gewöhnen. Am Morgen danach waren statt 13 Nacktschnecken lediglich noch fünf tierische Bewohner in der Pfirsischschale. Nacktschnecken sind also sehr flexible Tiere, die sich durch die kleinsten Öffnungen quetschen können.

Von acht entlaufenen Schnecken waren fünf schnell gefunden. Die übrigen drei blieben unauffindbar. Seitdem darf das Tochterkind nur noch „Mit-Haus-Schnecken“ beherbergen.

Tiere sind für Kinder wichtig
Tiere sind für Kinder wichtig

Wo ist Brauni?

Ein solches Exemplar war Brauni. Brauni, ein prächtig aussehendes Kriechtier mit Haus an Bord, das mir etwa eine Stunde als Fotomodell zur Verfügung stehen und dann wieder auf ihre Heimatwiese entlassen werden sollte.

Das Mit-Haus Tier wurde von meiner Tochter in einem mit Gras bestückten Glas untergebracht und die Luftlöcher im Deckel waren großzügig bemessen. Unserem Fotomodell sollte es schließlich in unserer Obhut gut gehen.

Es dauerte nicht lange, da rief meine Tochter „Mama, Maaaaamiiiiiliiii hast du Brauni gesehen?“ Ja, klar, im Glas… Aber nein, da war das Kriechtier nicht mehr. Die Schnecke war ausgbüchst und hatte sich aus dem Staub gemacht. Mitsamt ihrem Schneckenhaus. Wir verfolgten die Schleimspur und gaben nach einigen Stunden die Suche verzweifelt auf. Die Schleimspur verlor sich und das possierliche Tierchen schien unauffindbar.

Nachdem sich das kleine Ding für rund 24 Stunden durch unsere damalige Wohnung geschneckt hatte, saß sie am nächsten Tag abholbereit im Flur an der Wand und wurde ordnungsgemäß von der angehenden Tierärztin in die Freiheit entlassen. Soviel zum Thema Schnecken. Ich mag die Tiere am liebsten mit Kräuterbutter auf einem Teller arrangiert.

Amsel, Drossel… und die ganze Tierschar

Die angehende Tierärztin wäre nicht mein Tochterkind, hätte sie nur Schnecken angeschleppt. Raupen und irgendwelche Käfer gehörten auch zum tierischen Repertoire, das bei uns Obdach fand. Es gastierten neben Raupen von Verpuppung bis zum Schlüpfen aus dem Kokon auch Vögel in unserer tierischen Herberge. Ja, auch Vögel gehören zu den Tieren, die häufiger bei uns Zuflucht fanden.

So stand mein kleiner Sohn auf dem Spielplatz unter einem Baum, von dem eine Taube herabfiel. Sie ist einfach abgestürzt und brach sich dabei den Flügel. Direkt vor den Füßen meines Sohnes. Ein anderes mal war es eine Amsel, die ungebremst gegen eine Mülltonne flog und von meiner Tochter erst gerettet, dann leider vom Tierarzt wegen Genickbruchs eingeschläfert werden musste.

Kinder lernen durch Tiere

All diese Tiere wurden mit Liebe und Fürsorge von den Kindern versorgt. Außer eine Biene, die vom großen Sohn kurzerhand mit der Zeitung an der Fensterscheibe erledigt wurde. Daraufhin erteilte meine Tochter ihrem 8 Jahre älteren großen Bruder lebenslängliches Honigverbot. Wer Bienen Leid zufügt, darf eben keinen Honig essen.

Neben all den Tieren, die meine Kids aus der Natur nach hause mitbrachten, haben wir natürlich auch „richtige“ Haustiere. Meerschweinchen und Katzen. Katzenklos und Meerschweinchenkäfige werden regelmäßig und freiwillig von den Kindern gereinigt, ein Fütterplan wird verantwortungsbewusst eingehalten und täglich werden die Stubentiger mit Katzenspielzeug und anderem Spielzeug bespasst. An Langeweile mangelt es nicht und ich finde es toll, dass meine Kids auf die schönste Art und Weise lernen, wie wichtig es ist, Verantwortung zu übernehmen.

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