Rucksack, Schulranzen oder Trolley? -

Rucksack, Schulranzen oder Trolley?

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Mission gesunder Rücken beim Schulkind

Als Mutter von drei Kindern habe ich in den letzten 18 Jahren so manchen Schulranzen und Rucksack gekauft. Wichtig war dabei immer, dass ein gesunder Rücken nicht durch einen schlechten Ranzen gefährdet wird. Die eigenen Kinder sind längst schon im Alter, wo ein Rucksack getragen wird, doch als Patentante möchte ich natürlich auch bei der Einschulung des Patenkindes für das zukünftige Schulkind mit gleicher Sorgfalt den Ranzen aussuchen. Und so mache ich mich jetzt wieder einmal auf die Suche, um für die bevorstehende Einschulung bloß die richtige Wahl zu treffen.

Typischer Schulranzen vor wenigen Jahren
Typischer Schulranzen vor wenigen Jahren

Rückengesundheit beim Schulkind

Wer auf der Suche nach Schulranzen oder Rucksack ist, hat die Qual der Wahl. Die Rückengesundheit beim Tragen eines Schulranzens stand schon vor gut und gerne 35 Jahren im Vordergrund. Doch immer wieder veranlassen neue Erkenntnisse und Forschungsergebnisse die Hersteller, ihre Schulranzen und Rucksäcke zu optimieren, damit ein gesunder Rücken möglichst wenig unter dem Ballast Schulmaterial leidet. Alleine, was sich in den letzten 15 Jahren getan hat, ist echt unglaublich, wie die neuen Rucksäcke von Ergobag zum Beispiel zeigen. Mein erstes Schulkind, für dessen Einschulung ich mich auf die Suche nach einem möglichst guten Ranzen machte, bekam seinerzeit einen Ranzen, der kastenförmig war. Unglaublich, dass dieses Ranzenmodell damals schon mit das Beste war, was der Markt hergab. Modelle aus späteren Jahren wurden immer ergonomischer, bekamen deutlich bessere Schulterpolster und wurden viel leichter. Trolleys kamen auf den Markt und nun steht man als Erwachsener vor der Frage, ob Schulranzen oder Trolley besser geeignet ist, damit ein gesunder Rücken möglichst wenig Belastung widerfährt. Immerhin entlastet ein Trolley den Rücken zumindest in der Hinsicht, dass ein Schulkind nicht mehr auf den Schultern schleppen muss.

Schulranzen sind eine Wissenschaft für sich

Kurz nachdem ich für die beiden jüngsten Schulkinder neue Schulranzen gekauft hatte, kamen die Trolleys immer mehr in die Fachgeschäfte und man sie die praktischen Alternativen zum Schulranzen auch immer öfter morgens auf dem Weg zur Schule und mittags, wenn alle Schulkinder nach hause liefen. Bei der Einschulung im Folgejahr hatte dann fast jedes zweite Schulkind einen Trolley, so dass die Überlegung anstand, auch für meine Kids einen solchen anzuschaffen. Da ein gesunder Rücken bei dieser Entscheidung im Vordergrund stehen sollte, hab ich viel dazu gelesen, ob nun ein Trolley die bessere Alternative zum Schulranzen oder Rucksack sein könnte. Es hätte ja so logisch sein können. Wenn da nicht die Sache mit dem verdrehten Rücken wäre. Denn die verdrehte Körperhaltung beim Ziehen des Trolleys sollte ein gesunder Rücken nämlich auch nicht allzu gut vertragen. Und dann kommt da auch noch die Kidcheck Studie daher, die alles über Bord zu werfen scheint. Ich bin beileibe kein Orthopäde, um fundiert beurteilen zu können, was denn jetzt eigentlich richtig ist. Dennoch warf mich die Frage nach Rucksack, Trolley und Schulranzen für´s Schulkind wieder um Meilen zurück.

Wie ich die Frage für mich geklärt habe

Ich habe mich dazu entschlossen, auf die ganzen Studien und Gelehrten-Meinungen zu pfeifen. Die gibt es nämlich wie Sand am Meer und in alle möglichen Richtungen verteilt. Erinnere ich mich an den eigenen Schulweg, wäre ich seinerzeit froh gewesen, die 2-3 Kilometer Fußmarsch ohne schwere Last auf dem Rücken täglich laufen zu können. Mehr noch als das Gewicht am Rücken empfand ich die einschneidenden Gurte auf den Schultern schrecklich. Als mein größtes Schulkind in das Alter kam, wo ein Rucksack angesagt war, war der geläufigste ebenfalls kastenförmig und alles andere als toll. Aber nun haben die kleineren im Rucksackalter wirklich tolle und innovative Rucksäcke, die ähnlich wie Ergobag auf eine logische Verteilung des Schulmaterials setzen. Zudem wird das schwerste Gewicht körpernah platziert, so dass der Rücken entlastet wird und dafür der stabilere Rumpf das Gewicht trägt. Da man natürlich nicht verhindern kann, dass ein Schulkind die gesamte Schulausrüstung hin und her schleppen muss, erscheint mir diese Erklärung als die aktuell plausibelste. Trolley habe ich aus den Überlegungen gestrichen und in jedem Fall werde ich für das Patenkind einen Schulranzen mit ähnlich durchdachtem Packsystem auswählen und später dann einen Rucksack setzen, der nach diesem Schema aufgebaut ist. Dann sollte ein gesunder Rücken die besten Chancen haben. Meine Erwartungen an ein möglichst gutes Schulmaterial-Transport-Utensil, die auch meine als Schulkind erfahrenen Kinder so begrüßen:

  • Wirksame Reflektoren am Schulranzen
    Wirksame Reflektoren am Schulranzen

    möglichst wenig Eigengewicht

  • ergonomische Rückenform
  • breite und gut gepolsterte Schultergurte
  • Bauchgurt
  • möglichst individuell einstellbare Gurte
  • viele Fächer
  • schwere Schulbücher rückennah
  • leichtes Material am weitesten vom Körper entfernt
  • gute und großzügige Reflektoren
  • Design, das dem Schulkind gefällt

Es wäre schön, wenn endlich auch mal die Schulen ernsthaft darüber nachdenken würden, wie sie das Schulkind entlasten können – und zwar nicht nur in der Frage nach Trolley, Rucksack oder Schulranzen.

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